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Pressestimmen 2005
Kronen Zeitung, 02.08.2005
Regisseur Ernst Wolfram Marboe hat schnurgerade inszeniert, hat das Stück so aufbereitet, wie es der Dichter wohl gerne gesehen hätte. Was nicht altmodisch bedeuten muss! Vielmehr gelingen in dem zu großen Theaterzelt gute Effekte dank Projektionen, Animationen, wenn etwa Moisasur erscheint, dann spürt man Anleihen aus dem Filmgeschäft. Ohne, dass es dabei nur auf die Effekte ankäme! So gelingt ein Spagat zwischen Tradition und Technik. Mag man die Zeltburg nicht schätzen, sobald sich jedoch der Vorhang öffnet, steht in Gutenstein der Mensch, der Schauspieler im Vordergrund. Genauer die Schauspielerfamilie... dieser Raimund ist eine Reise nach Gutenstein wert!

Die Furche, 04.08.2005
Intendant Ernst Wolfram Marboe hat mit dem Genius loci Ferdinand Raimund und dessen tragischem Zauberspiel „Moisasurs Zauberfluch“ den malerischen Luftkurort wieder in ein Festgelände verwandelt... Raimunds selten gespieltes Zaubermärchen von 1827 ist sein kontrastreichstes: Gut und Böse werden scharf abgegrenzt, Szenen enden offen und die Versöhnung des Dämonischen mit der Umwelt bleibt aus. Der Zauberfluch Moisasurs legt sich in Marboes Inszenierung als düstere Bilderlandschaft über die innere Welt Alzindes, der der Genius der Vergänglichkeit Erlösung verspricht...

Wiener Zeitung, 30.06.2004
Bei den Raimundspielen Gutenstein ist heuer ein ganz selten gezeigtes Werk zu sehen: „Moisasurs Zauberfluch“... Es ist ein Stück, das wie nicht viele – zu Aktualisierung verführen könnte. Man könnte mühelos vieles hinein- und anderes herausinterpretieren. Ernst Wolfram Marboe ist dieser Versuchung zum Glück widerstanden. Er präsentiert Raimund pur – mit all den Ängsten des Dichters und seiner ewigen Suche nach Erlösung. Marboe setzt auf den Zauber der Poesie, auf die Kraft der Menschlichkeit. Und selbstverständlich auch auf sein hervorragendes Darstellterteam...
 
NÖ-Kurier, 03.08.2005
Ein wenig bekannteres Stück Raimunds ist „Moisasurs Zauberfluch“. Es steht jedoch ganz in der Tradition seiner bis heute oftmals gefeierten und gespielten Zaubermärchen wie „Der Verschwender“ oder „Der Bauer als Millionär“... Auf Grund der recht flachen Handlung, ist das Stück auf der Bühne thematisch nur begrenzt auslotbar. So tragen das Stück im Schauspielerischen vor allem jene Mitwirkenden, die den Dialogen trotz der teils anhaftenden Verstaubtheit Leben durch eine akzentuierte und klare Sprache verleihen... Eindeutiger Star des Abends ist jedoch die Licht-, Ton – und Projektionstechnik im Zusammenspiel mit dem Bühnenbild...
 
N.Ö. Nachrichten, Woche 31/2005
Also: Wem es nichts ausmacht, dass sich der Plot windet und wendet wie die Großglockner – Hochalpenstraße (allerdings ohne jemals oben anzukommen), wer Theater akzeptiert, bei dem es von obskuren Zauberern und Feen, von indischen Göttern und Alpenidyllen nur so wimmelt, der wird in Gutenstein auch heuer wieder gewohnt gut bedient. Das Duo Marboe und Neuspiel lässt bei der Inszenierung nichts anbrennen... Fazit: Egal, was gespielt wird, Gutenstein ist ein Gesamterlebnis und bietet auch heuer erfolgreiches Sommertheater...
 
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