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TUTANCHAMUN - das Musical
erzählt die Geschichte des berühmtesten Pharaos der ägyptischen Antike. Von Tutanchamuns Kindertagen, seiner Krönung mit neun Jahren, über die schwierige Regentschaft, die von Machtkämpfen und Intrigen am Hofe überschattet war, bis zur Geschichte von TUTANCHAMUNS großer Liebe zur schönen Anchesenamun.
Bewegend und humorvoll erzählt, eingebettet in die Exotik mystischer Bräuche und phantastischen Darstellungen des alten Ägyptens, reißen Musik und Tanz uns mit. Ein Feuerwerk an phantastischen-modernen Melodien und Rhythmen.

 
Zum Stoff:
Die faszinierende Hochkultur des Alten Ägypten hat die Menschen der Neuzeit seit jeher in ihren Bann geschlagen. Ausstellungen und Dokumentationen waren und sind hochkarätige Publikumsrenner. Es war vor allem eine abenteuerliche Entdeckung zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts, die den bestehenden Ägypten-Boom ausgelöst hat: Die Entdeckung des Grabes von Pharao TUTANCHAMUN.
Das Grab des jungen Königs – er wurde mit 9 Jahren zum Pharao gekrönt und ist kaum 20igjährig gestorben – ist das einzig bisher gefundene in nahezu unversehrtem, nicht geschändetem Zustand.
Die atemberaubenden Schätze erzählen in unvergleichlicher Weise vom Prunk und der ausgeprägten kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklung dieser Zeit, lassen die reiche Mythologie des alten Ägyptens mit ihren exotisch anmutenden Riten und Bräuchen unmittelbar spürbar werden und bringen die Phantasie zum Blühen.
Aber es waren vor allem auch die kleinen, persönlichen Gegenstände, die dem König mit ins Grab gegeben wurden, die schon die Herzen der Archäologen beim ersten Augenschein des Grabes berührten: Abgenutztes, offenbar heiß geliebtes Spielzeug aus billigem Holz und Lumpen, eine Haarlocke der Mutter und der getrocknete, verwelkte Blumenkranz, den die junge Königin dem Gatten neben ihr letztes Geschenk an ihn - einer kleiner Schale mit einer bewegenden persönlichen Inschrift - gelegt hatte.
Man konnte nicht nur den König spüren, sondern auch den Menschen, der geliebt hatte und geliebt wurde, mit all seinen Ängsten und Leidenschaften. All jene, die an diesem heißen Novembertag im Jahre 1922 zum ersten Mal das dunkle Grab im Tal der Könige betraten, hatten den Eindruck, dem Pharao selbst begegnet zu sein und wussten, sie würden nie mehr dieselben sein wie zu vor.

Millionen Menschen haben seither TUTANCHAMUN in Gestalt seiner berühmten goldenen Totenmaske ins Gesicht geblickt und sich vom schönen, sanften Antlitz des jungen Königs verzaubern lassen. Denn ein Blick in diese tiefen, traurigen Augen erscheint wie ein Blick direkt in die Ewigkeit...


Zur Story:
TUTANCHAMUN - das Musical - zeichnet, basierend auf historischen Erkenntnissen, aber in durchaus subjektiver Interpretation derselben, das kurze und höchst intensive Leben des jungen Pharaos nach. TUTANCHAMUN ist ein unbeschwerter, aufgeweckter Neunjähriger, als das Schicksal (und das Vertrauen, das seine Großmutter in ihn setzt) ihn zum Herrscher über ein Weltreich macht. Ein Weltreich, das während der Regentschaft seines Vorgängers in eine innen- wie außenpolitisch äußerst brisante Lage geschlittert war. Fremd und allein in der königlichen Welt des Palastes von Theben sieht sich TUTANCHAMUN mit der Vielzahl von Pflichten und Ritualen des ägyptischen Pharao konfrontiert, der nicht nur weltlicher Herrscher war, sondern – gottgleich – auch dafür zuständig, dass die „höheren Mächte“ und Götter Ägypten wohlgesonnen waren. Wie in ägyptischen Königshöfen oftmals üblich, wurde TUTANCHAMUN mit seiner damals besten Freundin und Halbschwester Anchesenamun im Kindesalter verheiratet.
Die nächsten Berater und Lehrmeister des jungen Pharaos, der einflussreiche und mächtige Wesir Eje und der Oberbefehlshaber des Heeres Haremhab, haben sich beide schon selbst als zukünftiger Pharao gewähnt und machen dem jungen TUTANCHAMUN das Leben nicht leicht.

Als der intelligente, sympathische TUTANCHAMUN zu einem jungen Mann heranreift, soll er mit der schon in Kindertagen mit ihm verheirateten Anchesenamun zusammentreffen und ab nun gemeinsam mit ihr leben. Aus Sicherheitsgründen wurden die beiden halbwüchsigen getrennt voneinander großgezogen. Beim großen Opet Fest sieht TUTANCHAMUN die inzwischen zur wunderschönen Frau gereiften Anchesenamun wieder. Zuerst scheint alles wunderbar und die beiden Freunde aus Kindertagen treffen einander mit Freude. Bald jedoch erkennt Anchesenamun in TUTANCHAMUN den verwöhnten und arroganten Jungkönig, der trotz ihrer Anwesenheit mit den anderen Frauen flirtet und sich unmöglich und herablassend allen gegenüber benimmt. Die ehrliche und mutige Königin Anchesenamun sagt ihrem Mann und König ihre Meinung, dass sie ihn nicht liebe und dass sie mit einem solchen Scheusal nicht im gleichen Zimmer schlafen wird.

TUTANCHAMUN erkennt, dass er bisher praktisch nur eine Marionette des machthungrigen Haremhab war, der auch Eje geschickt zu beeinflussen versteht. Er  ist eigentlich immer noch zu jung für die Verantwortung, die auf einem Pharao lastet. Er will seine Jugend auch leben und genießen und fühlt sich von seiner Bestimmung, seinem Schicksal, gefangen.
TUTANCHAMUN entschließt sich, seine Bestimmung zu leben. Mit Anchesenamun an seiner Seite will er Ägypten ein großer und gerechter Herrscher sein und nimmt die Regierungsgeschäfte – effektiv, und zum Nutzen seines Volkes - selbst in die Hand.

Anchesenamun sieht in TUTANCHAMUN nach anfänglicher Abscheu nicht nur den Herrscher, sondern vermag auch dem Menschen tief ins Herz zu sehen. Die Freundschaft aus Kindertagen entwickelt sich zum Band der Liebe, scheinbar für die Ewigkeit geknüpft.

Doch Haremhab will sich seine Machtposition nicht streitig machen lassen und spinnt ein Intrigennetz um den jungen Pharao, das letztlich zu einem Machtkampf auf Leben und Tod führt.

Die Themen sind heute wie damals aktuell, weil zutiefst menschlich:
Es geht um politische Intrigen, Macht und Machtmissbrauch, um die große Liebe, die die Ewigkeit überdauern kann, vor allem aber um die allumspannenden Sinnfragen:
Wer sind wir, warum sind wir und wohin gehen wir?
Unser junger König stellt sich selbst - seine Existenz, Fähigkeiten und Aufgaben - immer wieder in Frage: Warum wird der eine als Bettler geboren, der andere als König? Wie viel Wert hat ein einzelnes Individuum? Worin bestimmt sich dieser Wert? Haben wir alle eine Bestimmung? Und sollen wir versuchen, diese zu finden, zu leben, oder uns bemühen, sie zu ändern, oder auszubrechen? Haben wir das Recht dazu und – vor allem - haben wir die Macht dazu? Sind wir alle einem höherem Plan, dem Schicksal, unterworfen? Oder bloß purem Zufall?


Zur Umsetzung:
Einer der interessantesten Aspekte der altägyptischen Kultur ist sicherlich der faszinierende, enorme Totenkult mit seinen zahlreichen Facetten. Die alten Ägypter glaubten nicht nur, dass ihr Ka – die Entsprechung unserer Seele – unter den nötigen Voraussetzungen in alle Ewigkeit weiterleben kann, sondern auch daran, dass sich die Seelen von Liebenden sowohl im Jenseits, als auch in einem neuen Leben wiederfinden könnten.
Die tatsächlichen Umstände des Todes von TUTANCHAMUN bleiben, ebenso wie die Todesursache, im Dunkeln; ganz so, wie es dem derzeitigen geschichtlichen Wissensstand entspricht.

Sämtliche Musikstücke sind neukomponierte Werke. Manche stille Szenen sind zumindest mit Raum-Athmosphären oder Klängen unterlegt.
Die Kompositionen und Arrangements orientieren sich an modernen zeitgemäßen Trends. Einige mystische Szenen werden besonders rhythmisch umgesetzt.
Die Dialoge, vor allem natürlich aber die Song-Texte, orientieren sich einerseits an der einfachen, „alltagsprachlichen“, aber kraftvollen Poesie, die in letzter Zeit deutschsprachigen Pop-Rap kennzeichnet und zu überraschender Originalität und großem Erfolg geführt hat. Verschmolzen wird das ganze andererseits aber auch mit Anlehnungen an die altägyptische Lyrik selbst. Hier kommt vor allem die Verwendung von phantastischen Naturmetaphern zum Tragen, aber auch die anrührende Nähe zu einer spirituellen, göttlichen Seite, die die wenigen überlieferten lyrischen Werke dieser Zeit kennzeichnen.
So wird TUTANCHAMUN schließlich sowohl musikalisch als auch sprachlich zu einem reizvollen, „neuen“, Erlebnis.

Die helle, sonnige Grundstimmung Ägyptens vor 3.000 Jahren präsentiert sich farbenfroh in leuchtendem Blau, Gold und in erd- und sandfarbenen Naturtönen.

Das alte Ägypten soll in den Köpfen des Publikums zum Leben erwachen, zu einer absolut sinnlichen, ganzheitlichen Erfahrung werden:
Einerseits soll deutlich werden, wie ähnlich diese Kultur der unsrigen in vielem schon war. Das funktionierende Schul- und Steuerwesen, ein aufgeblähter Verwaltungsapparat mit enormer Verbürokratisierung fast aller Belange des Lebens und politische Ränkespiele erscheinen durchaus geeignet, der heutigen Gesellschaft einen augenzwinkernden Spiegel vorzuhalten.
Andererseits ist all das verbunden mit einer fremden Welt, mit der Exotik unserer zivilisatorischen Wurzeln, mit magischen Riten, zahllosen Göttern in Mensch-Tier-Gestalt, mit uralten Instinkten und mit Wissen, das uns längst verlorengegangen ist.

Die Ägypter vor 3000 Jahren müssen voll unbändiger Lebenslust gewesen sein. Nur so erklärt sich der aufwändige Totenkult mit den prunkvollen Gräbern, die den Körpern Heimstatt für die Ewigkeit sein sollten.
Nur wer seine Existenz schön findet, das Leben absolut liebt, unternimmt so viele Anstrengungen, um ein Weiterbestehen in der Unendlichkeit zu gewährleisten.
Die Musik, die gesamte Grundstimmung des Stückes und die handelnden Personen, die als Menschen präsentiert werden, mit denen man mitfühlen kann, sollen diese Lebenslust vermitteln und auf das Publikum übertragen.

Eingebettet in die spannende, exotische und romantische Geschichte, bleiben aber immer auch die existenzphilosophischen Fragestellungen präsent und wird zwei großen Mysterien nachgespürt: Dem „Ewigen Leben“ und „Glück“.

TUTANCHAMUN will in eine neue, alte Welt entführen, berühren, erstaunen, Lust aufs Leben machen, Kraft und positive Energie vermitteln – und zum immer wieder Kommen einladen.

TUTANCHAMUN trägt ein Geheimnis - und auch eine tiefe Wahrheit in uns - zur Schau:

DIE EWIGKEIT LIEGT IN JEDEM AUGENBLICK.



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