Zauberspiel in zwei Aufzügen von Ferdinand Raimund
Original-Musik von Philipp Jakob Riotte
Handlung:
Moisasur ist der Dämon des Übels, gegen den Alzinde, die Königin des Diamantenreiches im fernen Indien, ankämpfen will. Aber Moisasur ist stärker: Er verbannt sie als altes Weib, das statt Tränen Diamanten weint und somit der Gier der Menschen verfällt, in die finsterste aller irdischen Gegenden, ins "Rattental". Dort wird sie schließlich, nach vielen Heimsuchungen, durch Hoanghu, ihren königlichen Gemahl, mit Hilfe des Genius der Tugend aus den Armen des Genius der Vergänglichkeit befreit.
„Moisasurs Zauberfluch“ gehört in jene große Reihe von Weltanschauungs-dramen, die von den Totentänzen des Mittelalters über das barocke Welttheater herüberreichen zum zweiten Teil des „Faust“ und schließlich bis zum Weltanschauungsdrama unserer Zeit.
Geschichte:
Das Zauberspiel wurde am 25. September 1827 im Theater an der Wien uraufgeführt und bejubelt. Drei Jahre nach der Premiere übernahm Raimund selbst die Rolle des Gluthahns.
Am 12. Mai 1960 hatte "Moisasurs Zauberfluch" am Wiener Burgtheater Premiere und brachte es bis zum 17. Oktober 1965 auf 55 Vorstellungen. Paul Blaha schrieb am 13. Mai 1960 im Express: “... der 133 Jahre alte Versuch Ferdinand Raimunds, in die Bereiche der Tragik vorzustoßen; in eine ferne, literarisch ambitionierte Märchenwelt der Wehmut und poetischen Berührung mit den letzten Dingen dieses Daseins...”
Neue Bühne, mehr Zuschauer:
Für "Moisasurs Zauberfluch" wurde die Bühne von zehn auf zwanzig Meter verbreitert. Dreiteilige Bühnenelemente sorgen dafür, dass die Bühne blitzschnell vergrößert oder verkleinert werden kann.
Der Zuschauerraum bietet erstmals Platz für 995 Besucher. Neue Lüftungsfenster und breitere Eingangstüren sorgen für mehr Wohlbefinden.
Einzigartig sind auch die Familienvorstellungen bei den Raimundspielen Gutenstein: Sonntag zahlen Kinder bis 14 Jahre keinen Eintritt!
Bequeme Reise:
Erstmals fahren jeden Samstag und Sonntag Sonderzüge der ÖBB zu den Raimundspielen nach Gutenstein (Anreise ).
Auch die bequeme Rückreise ist durch eigene Transferbusse organisiert.
Die Bahn-Karten können gemeinsam mit den Theaterkarten bestellt werden.
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