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Der Barometermacher auf der Zauberinsel |
Zauberposse mit Gesang und Tanz in zwei Aufzügen.
Erste Aufführung:
im Jahr 1823
Ausschnitt des Plakates der Uraufführung 1823.
Handlung:
Der abenteuerlustige Barometermacher Bartholomäus Quecksilber aus Wien rettet sich nach einem Schiffbruch auf die Zauberinsel des Königs Tutu. Hier werden ihm durch die Launen einer Fee drei Talismane zuteil: Ein Zauberstab, der alles in Gold verwandelt; ein Zauberhorn, auf dessen Klang eine Zauberarmee erscheint; und eine Zauberschärpe, die den Besitzer im Nu dorthin trägt, wohin er will.
Mit diesen Gaben geht Quecksilber an den Hof des Königs und verliebt sich in dessen Tochter Zoraide. Diese, ein eitles, goldgieriges Mädchen, hat eine Idee, ihm den Zauberstab zu entlocken: Als ihre Kammerzofe Linda mit Quecksilber schäkert, mimt sie einen Eifersuchtsanfall, entreißt Quecksilber den Stab und flieht ins Schloß. Quecksilber fordert als Bräutigam der Prinzessin Eomlaß, wird aber derb abgewiesen und verspottet.
Nun besinnt er sich auf sein Horn. Er bläst hinein, eine kleine Armee erscheint, bestürmt auf seinen Befehl das Schloß und bringt Tut und Zoraide als Gefangene. Quecksilber bekommt seinen Stab zurück - erst später merkt er, daß es ein nachgemachter war - und läßt sich neuerlich von Zoraide betören. Diesmal vertraut er ihr das Zauberhorn an. Sie bläst hinein, und kämpferische Amazonen stellen sich unter ihren Befehl. Wieder steht Quecksilber vor verschlossenen Türen.
Er hat nun nur noch seine Zauberschärpe. Die Kammerzofe Linda rät ihm, sich damit in Zoraides Gemach zu zaubern, um ihr die anderen Talismane abzunehmen. Von diesem Plan hört Hassar, der Diener Tutus und Zoraides. Sofort informiert er Zoraide, und als Quecksilber in ihr Gemach kommt, entreißt sie ihm auch noch die Schärpe.
Quecksilber flieht in eine Waldgegend, er pflückt wilde Feigen von einem Busch und ist nach dem ersten Bissen mit einer ungeheuer langen Nase ausgestattet. Ein Waldbewohner rät ihm, Wasser aus einer bestimmten Quelle zu trinken, und schwupps! ist die Nase wieder normal.
Linda hat sich in Quecksilber verliebt und ist ihm nachgeeilt. Sie entwickelt folgenden Plan: Bei dem Fest, das Zoraide geben will, wird Linda die Feigen zum Nachtisch reichen; und wenn Zoraide und Tutu dann lange Nasen hätten, solle Quecksilber als Wunderarzt auftreten. Zoraide dürfe von dem Heilwasser erst trinken, bis sie die geraubten Zaubergaben zurückgegeben habe.
Und so geschieht es auch. Quecksilber bekommt seine Talsimane zurück, nimmt Linda zur Frau, aber die geizige Zoraide muß als Strafe ihre lange Nase behalten.
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